Das Storyboard – Merkmale, Vorteile, Tipps

Ein Storyboard ist ein wichtiger Bestandteil eines Imagefilms oder Werbevideos. Es gibt einige Dinge die du beachten sollte damit dir dein Storyboard in der Praxis auch wirklich etwas bringt. Was ein gutes Storyboard auszeichnet und wie du es am besten angehst erfährst du hier.

 

Zuerst sollten wir mal klarstellen, dass Storyboarding kein Muss ist. Das Board schließt lediglich die Lücke zwischen deiner wörtlichen Storyline (Drehbuch) und der eigentlichen bildlichen Umsetzung (Dreharbeiten).

Was du über ein Storyboard wissen musst

  • Vorvisualisierung des späteren Films/Videos
  • Besitzt Brückenfunktion zwischen Drehbuch und Dreharbeiten
  • Storyboard zählt als Planungstool für die Dreharbeiten
  • Während bei TV-Spots oft der gesamte Ablauf umgesetzt wird, werden beim Spielfilm häufig nur einzelne Sequenzen ausgesucht
  • Bei einem guten Storyboard sollte die künstlerische Vision des Regisseurs beachtet werden
  • Einstellungsgröße, Kameraperspektive, Raumtiefen usw. sollten wenn möglich vorweggenommen werden.

Warum überhaupt ein Storyboard erstellen

Der größte Vorteil liegt sicherlich darin, den Film schon zu visualisieren bevor er überhaupt produziert wird. So kann auch im Voraus schon festgestellt werden, ob der Film umsetzbar ist oder nicht. Alle Mitarbeiter des Films können so die Gesamtheit der Arbeit und das Ziel sehen, auf welches hingearbeitet wird. Man kann seine Ideen dadurch auch besser an potentielle Auftraggeber, Investoren oder Co. Produzenten vermitteln bzw. verkaufen. Fehler können frühzeitig erkannt und vor Produktionsbeginn ausgebessert werden.

Vorgaben

Es gibt technisch gesehen keine richtigen Vorgaben für die Erstellung eines Storyboards. Du kannst mehrere Szenen zu einem Bild zusammenfassen oder alle Kamera-Einstellungen einzeln zeichnen/visualisieren. Solange die Inhalte richtig vermittelt werden, ist die Detailgenauigkeit zweitrangig. Du musst also kein Profi sein um ein verständliches Storyboard zu erstellen. Ob du es mit Bleistift, digital oder mit Fotografien visualisierst ist ganz dir überlassen.

 

Das Storyboard umsetzen

  • Kameraperspektive berücksichtigen. Filme spielen mit ein paar wenigen Ausnahmen immer in einem Raum. Bring die Raumtiefe daher mit in dein Bild
  • Darsteller/Objekte bewegen sich. Versuch die Dreidimensionalität mit Hilfe eines Gittermusters zu simulieren
  • Teil dein Storyboard in Vorder- Mittel- und Hintergrund
  • Keine unklaren/unnötigen Bildkompositionen mit einarbeiten, diese verwirren nur
  • Storyboard soll auch zum Bildschnitt motivieren und beitragen

Tipps die dir helfen werden

Bildgröße

Im besten Fall sollte das Bildformat des Storyboards auch dem des finalen Film/Videos entsprechen.(Seitrenverhältniss beachten)

Wo anfangen?

Sinn macht es ganz am Anfang anzufangen, entweder beim ersten Bild oder erster Szene. Wähle einen konkreten Startpunkt der Handlung für dein erstes Bild. Denk zuerst über den Aufbau deines Bildes nach bevor du darauf los zeichnest. Mach dir klar ob deine Szenen, mit der Kamera in einer Totalen, Nahen oder einem anderen Bildausschnitt gedreht werden.

Kamerabewegung

Viele Szenen haben Kamerabewegungen. Arbeite für einen Slide, Schwenk oder Ähnliches am besten mit mehreren Bildern und Pfeilen. Erstes Bild ist die Ausgangsposition mit Richtungspfeilen, dass zweite die Endposition der Kamera.

Text

Monologe und Dialoge der Protagonisten sollten festgehalten werden. Jegliche weitere Informationen zum Bildverständnis solltest du ebenfalls aufschreiben.

Fazit

Das Storyboard kann dir effektiv helfen, deine entwickelten Ideen besser zu kommunizieren. Du kannst ein Storyboard ganz einfach selber machen ohne ein künstlerisches Naturtalent zu sein. Das Wichtigste ist, dass die Ideen/Bilder verständlich sind. Also nichts wie ran an die Planung und Umsetzung! Mit diesen Tipps wird dein Film sicher richtig professionell werden.